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Ingrids 60. Geburtstag
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Heute, am 27. November, wäre Ingrid 60 Jahre auf der Welt gewesen. Als sie gerade dreißig war, hat uns, Ingrid und mich, das Schicksal zusammengewürfelt. Ihre zarte, machtvolle Erscheinung, die Außerordentlichkeit ihrer Frauenart, ihr Talent und ihre Entscheidung für das Geistvolle, ihr Tiefenblick in die Menschenherzen, ihr Sinn für alles Absurde und für die Komödien des Lebens, die Dominanz der Kunst als Haltung und Wille - und nicht zuletzt ihr Standhalten gegen das Dunkle, das sie zeitlebens bedroht hat - ohne Ingrid kommt mir die Gegenwart recht armselig vor; das ist mit Ernst und Aufrichtigkeit gesagt. Es grüßt die Weggefährten und Freunde von Ingrid (und gerade auch Isabella aus Nürnberg, bei der ich mich noch nicht bedankt hatte für die eindrucksvollen Fotografien, die sie in dieses Forum eingespielt hat!) Uli Wanner
An Elisabeth
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Ich will nicht versäumen, mich bei Elisabeth zu bedanken für ihren sensitiven Beitrag vom 4. August 2011. Er endet mit dem Satz: "Mit Ingrid lebte und lebt die Gewißheit. Es geht um Kunst." Ach, liebe Elisabeth, das ist ein Wort, dessen Bedeutung ich erst heute recht fassen kann. Es ist so wahr: Das ist Ingrids Vermächtnis . Sie war Literatur und Kunst in der Totalität ihrer Person ganz und gar hingegeben - und aus dieser Quelle schöpfte sie ihre bedeutende Spannkraft und ihren Lebensmut. Am Ende wurde ihr diese Quelle zugeschüttet. Es verneigt sich vor Elisabeth Uli
Eine deutende Erinnerung von Wolfi
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Liebe Ingrid-Freunde, am Tag nach meiner Bitte erreichte mich per E-Post ein Schreiben von Wolfi, das ein bedeutendes Licht wirft auf die Studentin Ingrid damals in Nürnberg. Ich gebe es mit Dankbarkeit wieder (mit Einverständnis von Wolfi lasse ich einen Teilsatz aus, der ins Persönlich-Intime reicht). Hier Wolfis Worte: "In Nürnberg waren es im Vergleich wenige Jahre. Wir waren nicht nur jung und spätkindlich, sondern auch ernst und auf der Suche nach dem wahren Leben. Ingrid begrüßte Freunde in der Stadt gern mit einem Kuss mitten auf den Mund, sie ist mir auch in der Beziehung noch ein Vorbild, es war kindlich provozierende Direktheit, es gab absolut nichts Anstößiges daran. Sie suchte den direkten Weg und gleichzeitig die Dialektik, sie suchte die Spannungen, sie liebte die Schönheit, und wollte die Tiefen. Es ist so lange her und doch so gegenwärtig . Und lieber Uli, bei der Frage, wer war sie, wer...
Das Geheimnis Ingrid
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Liebe Freunde und Freundinnen von Ingrid aus ihrer Nürnberger Aufbruchszeit! Ich, Uli, bin 28 Jahre lang der, wie man heute sagt, Lebensgefährte von Ingrid gewesen. Wir haben zusammen und gegeneinander gekämpft, gelitten, sind aneinander gescheitert, aber auch in ein, wie soll ich sagen, Mysterium des Zueinandergehörens geraten, wir haben uns einen dyadischen Kosmos des individuellen Geistes geschaffen, der uns geborgen und aneinander gehalten hat, - vor allem aber haben wir uns "innere Heimat" gewährt, eine Geborgenheit aus der Tiefe, die letzlich alle Dissonanzen, die gewaltig waren, ausgehalten hat. --- Eure so verschiedenen Notate und Ausrufe zu Ingrids frühem Tod und zu Ingrids Person, wie sie für Euch war, haben mich sehr bewegt - und ich lese sie immer wieder von neuem. Die Fotografien, die Dieter eingestellt hat, aus Eurer verwehten Studentenzeit wirken immer wieder stark auf mich ein. Ich danke Dir Dieter, daß Du diesen "Bl...